Föhn ist ein warmer
Fallwind, der häufig im Bereich hoher Bergketten oder Gebirge auftritt. Steigt feuchte
Luft an der windzugewandten Seite der Berge auf, so bilden sich durch Abkühlung
Wolken. Diese stauen sich entlang des Gebirgskamms und regnen oder schneien sich dabei ab, man spricht in diesem Zusammenhang auch von
Stauniederschlägen. Auf der anderen Seite des Gebirgskamms rauscht die
Luft sodann als turbulenter
Fallwind talwärts. Und weil sich die
Luft auf ihrem Weg über die Berge eines Großteils der mitgebrachten
Feuchtigkeit bereits entledigt hat, kann sie sich beim
Absinken weitaus schneller erwärmen, als sie sich zuvor abgekühlt hat. So kommt es, daß der Föhnwind durchaus um 10 bis 15 Grad höhere
Temperaturen mitbringen kann, als in in den wolkenverhangenen
Staugebieten der Berge bei gleicher Höhnlage gemessen werden. Nicht selten braust der Föhnwind als regelrechter Föhnsturm mit voller
Orkanstärke in die Täler hinab. Nicht zuletzt wegen dieses quirligen Temperaments gilt der Föhn in den Alpen auch als
Schneefresser Nummer Eins. Bricht der Föhn zusammen, weil sich die
Windrichtung aufgrund einer
Wetterfront ändert, so folgt häufig ein
Temperatursturz um 10 bis 20 Grad! Föhnwinde stehen überdies im Verdacht, den menschlichen Organismus zu beeinflussen. Empfindliche Menschen leiden bei Föhn unter innerer Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und sogar unter Kreislaufbeschwerden.